Die Welt

 

Thulien, ein großer, von Wasser umschlossener Kontinent. Im zentralen Landstrich warm gemäßigt, mit fruchtbaren Gebieten, weiten Ebenen und tiefen Wäldern. Die Herzlande und der Süden im Glauben an die Herrin vereint und … vom Reich der Menschen dominiert.

Einzig das Wilderland im Norden, unberührt und frei, fernab vom langen Arm der Kirche, hat sich seine Ursprünglichkeit auf dem Grund dunkler Seen und den schneebedeckten Spitzen schroffer Gebirgszüge bewahrt.

Lange vergangen sind die Einigungskriege der Altvorderen und der Alltag der Menschen ist heute mehr denn je geprägt und durchdrungen vom Glauben an die Herrin. Die Götter der Alten, einst in Thulien allgegenwärtig, wurden mitsamt ihren Schrecken in den gewaltigen Schlund der Brandung des westlichen Meeres getrieben. Zunächst noch gefürchtet und dann ins Reich der Mythen und Legenden verbannt, vergaßen die Menschen schließlich das religiöse Erbe ihrer Vorväter und gaben sich ganz und vollkommen den tröstenden Armen der Herrin hin. Heute zeugt nur noch wenig vom Wirken der Alten Götter, und der klägliche Rest ihrer einst hohen Kultur verharrt still und unerkannt im Verborgenen. Unerhört verhallt der Ruf der Herrin in ihren Verstecken aus Täuschung und List, und nur die Rückkehr einer alten Macht von damals vermag sie einst dazu zu bewegen, ihre schützenden Hüllen abzustreifen.

 

Wie das Kullern kleiner Steine,
zwischen Gräbern und Gebeine,
wird das Ende Anfang sein.
Heimlich, still und tödlich rein.

 

Ferner Donner übers Meer,
bringt einst jenes stumme Heer,
das aus dem Zwielicht Kräfte nimmt,
und auf Tod und Rache sinnt.“

                                                            *Verschollener Text des Albernus von Hohenstahl*